Willkommen in Sylda

 

Ein bisschen Geschichte

 

Vor vielen Dutzend Vier-Zeiten-Kreisen lebten die Bewohner Trimeas in einem Dorf, Sylda. Dieses befand sich in der Nähe des Waldes, aber dennoch nahe beim Wasser gelegen und mit wunderschönen Bergen in der Nähe um zu wandern. Die Bewohner dieses Dorfes lebten als die glücklichsten Menschen der Welt: Es gab nie Hungersnöte, da sie fischten und jagten, die Menschen dort waren gerecht und friedfertig und noch dazu lag Sylda weit entfernt von anderen Städten oder Dörfern in Trimea. Doch eines Nachts fiel eine Seuche in das Dorf ein, vermutlich durch einen infizierten Vogel hergebracht, und rottete die meisten Kinder, Alten und Kranken aus. Erwachsene, die schon ca. zwanzig oder mehr Vier-Zeiten-Kreise erlebt hatten, verschonte die Seuche, als wäre es ein Wunder gewesen. Doch die Bewohner Syldas sahen dieses Wunder nicht, sie sahen nur die Toten und schon kurz nachdem diese begraben waren, wurde der Boden mit Blut getränkt und die Luft war von Kriegsgeschrei erfüllt.

Die Ersten, die diesen Bürgerkrieg nach ein paar Vier-Zeiten-Kreisen nicht mehr aushielten, waren die friedvollen und mediativen Leute. Sie zogen sich in die Stille des Gebirges zurück und sind uns heute als Hochlandbewohner bekannt.

Einige Derer, die jetzt noch kämpften, wollten sich an den Hochlandbewohnern ein Beispiel nehmen und zu ihnen in das Gebirge fliehen. Doch die Anderen, die noch mit ihnen in den Ruinen und Trümmern des Dorfes lebten, waren die Grausamsten und Hasserfülltesten Aller. Sie bekamen mit, dass manche sich zum Gebirge aufmachen wollten und versperrten ihnen den Weg dorthin. Manche Derer, die gehen wollten, starben, weil sie der "menschlichen Mauer" direkt in die Arme liefen, doch Andere schafften es, in die entgegengesetzte Richtung zu entkommen. Sie sind uns heute als Küstenbewohner bekannt.

Nun blieben noch die Grausamen, diejenigen, die Vermutlich erst den Krieg begonnen hatten. Ihr Anführer, der inzwischen den Spitznamen Blutkönig bekommen hatte, entschied, dass sie nicht in den Trümmern des ehemaliegen Syldas leben konnten und folgte daher den Küstenbewohnern an das große Wasser. Dort terrorisierten sie die "Schwachen" und beuteten sie aus. Schlussendlich mussten sie aber nach ein paar Vier-Zeiten-Kreisen weiterziehen, da eine junge Küstenbewohnerin für ihr Volk einstand und die Küstenbewohner gegen die Tyrannen auflehnen konnte. Sie war eine Heldin für die Küstenbewohner und wurde von ihnen die junge Rebellin genannt. Die Tyrannen zogen noch zwei weitere Mond-Kreise herum, bevor sie sich entgültig im Wald niederließen. Ihre Nachfahren sind uns heute als Waldbewohner bekannt.

Weitere Vier-Zeiten-Kriese später, inzwischen waren es sogar schon zwei Dutzend seit die Seuche ausgebrochen war, trafen sich das erste Mal die Küsten- und Hochlandbewohner im alten Sylda und mussten feststellen, dass nach den vielen Unruhen nur noch ein zugewucherter, verfallener Friedhof und ein großer, alter Turm übrig geblieben waren. Zukünftig trafen sich dann Vertreter der Stämme alle zwei immerdunklen Nächte. Der Blutkönig war dadurch misstrauisch geworden und hatte Angst, die anderen Stämme würden einen Hinterhalt planen, darum musste er seinen Stolz überwinden und an einem der Treffen teilnehmen. Er tauchte, ohne den anderen Stämmen seine Beweggründe mitzuteilen, einfach auf und kam auch zu den zukünftigen Treffen zuverlässig (angeblich hatte er eine Schwester bei den Hochlandbewohnern, die ihn dazu bewegen konnte).

Seit dem sind, wie bereits gesagt, schon viele Dutzend Vier-Zeiten-Kreise vergangen und der Blutkönig, ebenso wie die junge Rebellin, verstarben. In den verschiedenene Stämmen entwickelten sich verschiedene Kulturen, doch trotzdem ähnliche Strukturen. Die Hochlandbewohner glauben, dass die Seele mit Meditation, Selbstreflektion und innerer Ruhe gereinigt werden könne. Sie verbrennen Tote, damit sie für immer im Himmelsfeuer und so für immer bei ihnen sind. Die Küstenbewohner sind nicht besonders spirituell, glauben aber dennoch an eine Art Gott oder Kraft. Außerdem sind sie Ausgelassen und feiern jeden Anlass. Ihre Toten binden sie auf ein Floß, welches sie (bei einer großen Lichterfeier) auf das große Wasser hinaus schieben, so dass diese Kraft, den zukünftigen Weg bestimmen und die Seele in das Wasser übergehen kann. Die Waldbewohner sind immer noch sehr auf Krieg, Stolz und Macht fixiert. Bei ihnen wird ein Leichnahm vergraben, so dass die Geister der Toten den Nährboden für kommende Generationen bilden.

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